Es gibt eine verbreitete Fehlannahme über erste Abende mit einer Begleiterin: dass Aufwand Eindruck hinterlässt. Das Gegenteil ist wahr.
Das aufwändigste Restaurant, die ausgefallenste Aktivität – all das ist Ablenkung. Was einen Abend trägt, ist die Leichtigkeit, mit der beide Seiten in einen gemeinsamen Rhythmus finden.
Ein paar Grundsätze:
Pünktlichkeit ist kein Detail, sondern ein Zeichen von Respekt – in beide Richtungen. Wer seine Begleiterin warten lässt, sendet ein Signal.
Überraschungen mit öffentlichkeitswirksamem Charakter – blumenüberreichen im Restaurant, demonstrative Aufmerksamkeit – sind fehl am Platz. Diskretion bedeutet auch, die Begleiterin nicht in eine Rolle zu drängen, die sie nicht gewählt hat.
Das Gespräch trägt sich selbst, wenn man aufhört, es zu steuern. Eine Frage ist keine Verhörtechnik. Interesse zeigt sich im Zuhören, nicht im Fragenstellen.
Und schließlich: Es ist in Ordnung, nicht alles zu wissen. Eine gute Begleiterin nimmt das an. Das ist ihr Beruf – und in den meisten Fällen ihre Freude.